DIE SIEMENSSTADT - Ein Lexikon der Siemensstadt in Berlin -

Straße am Schaltwerk
(Am Schaltwerk, Bingelstraße)

Hochhaus am östlichen Ende der
Straße am Schaltwerk
Aufnahme Dezember 2001
Foto: Karl H. P. Bienek, Berlin

Zu den Anlagen des Siemens-Schaltwerkes sowie den Kleingärten der Kolonien Neuer und Alter Exerzierplatz führende Stichstraße. Sie zweigt als etwa 500 m lange befahrbare Straße westlich vom Rohrdamm am Hotel Holiday Inn ab, verläuft unter der S-Bahn-Überführung und führt anschließend als Südlicher Weg und weiteren Fußgängerwegen entlang am nördlichen Schaltwerksgelände, weiter zum ehemaligen Werk für elektronische Steuerungssysteme der Automatisierungstechnik, sodann in den Haselhorster Weg, der schließlich in die Gartenfelder Straße einmündet.

Ursprünglich war die Straße am Schaltwerk das westliche Teilstück der ohne amtliche Bestätigung so benannten "Südliche Straße" (der Südliche Weg ist ein Teil davon), die bis Ende der 1920er Jahre die südliche Begrenzung des Geländes des Dauerwaldes bildete und zwischen dem Rohrdamm und nördlichen Ende der ehemaligen Grenzstraße verlief. Infolge ihrer Lage am Schaltwerk wurde sie im Volksmund auch "Fabrikstraße" genannt. Am 29. März 1955 wurde diese Straße nach dem Siemens-Vorstandvorsitzenden Rudolf Bingel (1882-1945) in "Bingelstraße" benannt. 1995 erfolgte die Umbenennung in "Straße am Schaltwerk" (kurz Am Schaltwerk; zu den Umbenennungen siehe bei Rudolf Bingel).

Literatur
Karl H. P. Bienek: Siemensstädter Lexikon - Straßen in Siemensstadt. ERS, Berlin 1992

© Karl H. P. Bienek - Berlin 2002 - Stand: 21. Oktober 2006


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