DIE SIEMENSSTADT - Ein Lexikon der Siemensstadt in Berlin -

Fürstenbrunner Weg
Fürstenbrunner Brücke

Der Fürstenbrunner Weg bildet die Verlängerung des Rohrdammes von Siemensstadt nach Charlottenburg-Wilmersdorf und befindet sich in seiner gesamten Länge in diesem Bezirk. Er schließt an das südliche Ende der Rohrdammbrücke an und führt über die Fürstenbrunner Brücke hinauf zur Kreuzung Spandauer Damm und Königin-Elisabeth-Straße am Spandauer Berg. Diese Erhebung ist eine zwischen 1859 und 1950 so benannte Anhöhe bzw. höhenartige Verlängerung des Rohrdammes, die zuvor "Fürstenbrunner Höhe", später entsprechend der nördlich darunter liegenden Nonnenwiesen auch "Nonnenberg" genannt wurde.

Die Straße hieß zwischen 1857 und 1955 "Neuer Fürstenbrunner Weg", wurde aber in Stadtplänen erstmals schon ab 1901 auch als "Fürstenbrunner Weg" geführt (die Bezeichnung "Fürstenbrunner Weg" ist aber erst seit 27. Januar 1955 offiziell gültig).

Diese für Siemensstadt verkehrstechnisch wichtige Straße ist nach der "Fürstenbrunn-Quelle" benannt, die kurz hinter der Rohrdammbrücke am Ruhwaldweg in Charlottenburg-Wilmersdorf am Fuß der Fürstenbrunner Höhe entspringt (näheres siehe in Fürstenbrunn).

Die Fürstenbrunner Brücke liegt vor der Rohrdammbrücke am Schnittpunkt der 1844 begonnenen und 1846 in Betrieb gegangenen Berlin-Hamburger Bahnlinie (Lehrter Eisenbahn) und dem Fürstenbrunner Weg auf Charlottenburg-Wilmersdorfer Gebiet. Vor der Errichtung der jetzigen Stahlbetonbrücke hatte die Firma Siemens im Jahre 1907 an dieser Stelle eine niveaugleiche Bahnüberführung zur Bahnstation Siemensstadt-Fürstenbrunn angelegt (siehe S-Bahn). Von 1935 bis 1937 wurde diese Brücke den gestiegenen Verkehrserfordernissen angepasst. In ihrem heutigen Zustand wurde sie 1984 fertig gestellt und dabei für die Elektrifizierung der darunter verlaufenden Bahnlinie um etwa 1 m angehoben. Die Brückengeländer rechts und links schmücken 70 schmiedeeiserne Ornamente aus Tierkreiszeichen.

Literatur
Karl H. P. Bienek: Siemensstädter Lexikon - Straßen in Siemensstadt. ERS, Berlin 1992
http://www.luise-berlin.de; 2002

© Karl H. P. Bienek - Berlin 2000 - Stand: 19. Juli 2008


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