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César Klein
Der am 14. September 1876 in
Hamburg geborene Maler, Grafiker und Illustrator César Klein
schuf Bühnenentwürfe und Vorlagen für figürliche
Raumausstattungen sowie expressionistische Filme. Klein
studierte ab 1894 an der Hamburger Kunstgewerbeschule, wechselte
1897 an die Künstlerakademien in Hamburg, Düsseldorf und das Kunstgewerbemuseum in Berlin. 1901 begann er in Leipzig als
freischaffender Künstler und erarbeitete hauptsächlich
gebrauchsgrafische Objekte, bis er sich um 1906 der Bau
gebundenen Kunst zuwandte. Er war Mitbegründer der Berliner Neuen Sezession
(1910) und der Novembergruppe (1918).
1919 erhielt Klein die Berufung an die Berliner Akademie als
Leiter der Klasse für Wand- und Glasmalerei und Bühnengestaltung.
1933 wurde César Klein als "undeutsch" diffamiert, von
seinen Lehrämtern suspendiert, 1937 endgültig aus der
Akademie entlassen und mit Ausstellungs- und Schaffensverbot
belegt. In der in diesem Jahr von der Reichsregierung initiierten
Ausstellung "Entartete Kunst" konnte die
Besucher noch
einmal einige seiner Werke sehen. Bereits seit 1935 lebte Klein zurückgezogen
auf dem Land, wo er nach 1945 noch einmal neu begann und ein
reiches Alterswerk schuf, das Zeugnis seiner ungewöhnlichen
Ausdruckskraft ablegt. Klein starb am 13.
März 1954 in Pansdorf bei Lübeck.
César Kleins Arbeiten zeigen
vereinfachte Formen, leuchtende, lebendige Farben, die schön
harmonieren und den Beginn des Kubismus in der Malerei
reflektieren. In Siemensstadt ist von Klein der Mosaikfußboden
in der Ehrenhalle des Verwaltungsgebäudes
der Siemens AG Berlin noch vorhanden,
den er 1913 schuf. Des Weiteren besteht von Klein in Berlin eine farbige
Verglasung der Fenster im Sitzungssaal des Rathauses im Bezirk
Steglitz-Zehlendorf
aus dem Jahre 1919 und die Intarsienwand des Zuschauerbalkons im
Renaissance-Theater von 1926.
Literatur
http://www.cesar-klein.de;
2001
© Karl H.
P. Bienek -
Berlin 2001 -
Stand: 17. Juni 2004 |