|
Quellweg
Zwischen dem Wernerwerkdamm
und Schuckertdamm liegende,
heute etwa 870 m lange Straße, die von 1904 bis zum 9.
September 1931 den Namen "Brunnenstraße" trug. Beide
Bezeichnungen verweisen auf die Fürstenbrunn-Quelle am
Ruhwaldweg in Charlottenburg-Wilmersdorf, in deren Richtung die Straße
ehemals führte. Im südlichen Bereich führte der Quellweg bis
1972 als öffentliche Straße durch Siemens-Werksgelände
und mündete in Höhe der Motardstraße
in den Rohrdamm
ein. Hier, Quellweg Nr. 1, befand sich auch der rückwärtige
Bauteil der ehemaligen Siemens-Feuerwache.
Die Gebäude des mittleren und südlichen
Straßenbereichs des Quellwegs liegen in der ab 1904
errichteten Siedlung
Nonnendamm. Der östliche Straßenbereich zwischen
dem Jugendweg
und der Nonnendammallee
gehört zu der ab 1911 errichteten Großblockbebauung um den so
genannten Ehrenhof
dieser Siedlung. Der nördliche Bereich des Quellwegs bis zur Goebelstraße
befindet sich am Rande der ab 1930 errichteten Siedlung
Heimat.
Die Wohnzeile im nördlichen Straßenbereich des Quellwegs
schließt an die von 1929 an errichteten Wohnungsbauten der Großsiedlung
Siemensstadt an. Am Quellweg, auf der Seite des Siemens-Kinderheimes,
gegenüber der Einmündung der Mäckeritzstraße
und des Schwarzen
Weges befindet sich inmitten des Gehweges eine sehr
alte Eiche, die man hier als Naturdenkmal
belassen hat. Seit dem Jahre 1923 wird am Quellweg
ein regelmäßiger öffentlicher Wochenmarkt
abgehalten.
Literatur
Karl H. P. Bienek: Siemensstädter Lexikon -
Straßen in Siemensstadt. ERS, Berlin 1992
Joachim Jauch: Wegweiser zu Berlins Straßennamen -
Spandau. Edition Luisenstadt, Berlin 1996
Informationen von Siemensstädter Einwohnern; 2008
© Karl H.
P. Bienek -
Berlin 2000 -
Stand: 19. Juli 2008 |