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S-Bahnhof Jungfernheide
Der Bahnhof Jungfernheide der S-Bahn
gehört nicht mehr zu Siemensstadt, wird aber der
Vollständigkeit halber hier erwähnt.
Der Bahnhof wurde bereits 1877 eröffnet und diente anfangs nur
für militärische Zwecke. Er war Teil des westlichen
Abschnittes der Ringbahn, die damals etwa 500 m am
Stadtrand von Berlin vorbeiführte. 1893/1894 erfolgte der
Ausbau mit einem zweiten Bahnsteig für den zivilen
Publikumsverkehr. Juni 1925 erhielt der Bahnhof seinen jetzigen
Namen.
Im Zuge des Baues der Siemens-Bahn (siehe S-Bahn)
wurde der Bahnhof 1928/1929 von Hans C. Hertlein
(1881-1963) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn im
Stil der so genannten Neuen Sachlichkeit mit einem dritten Bahnsteig und
mit zusätzlichen Aus- und Übergängen erweitert. Diese Ausbauten wurden
dann im Zuge der U-Bahn-Weiterführung
der Linie 7 im Jahre 1975 stillgelegt, abgerissen
und 1998 für die Linien 5 und 7 wieder errichtet und mit modernen Anlagen
erneut in Betrieb genommen. Der Bahnsteig der Linie 5 ist
durch ein rotes Gitterwerk von dem der Linie 7 getrennt
und dadurch verschlossen, solange bis hier einmal die Line 5
in Betrieb geht. Die von Hertlein konzipierten Bauten
beinhalteten einen neuen Bahnsteig mit einem einstieligen, nach
innen geneigtem Holzdach, Vollwandstahlstützen, eine Treppe mit
Windschutz und ein dem Bahndamm vorgelagertes Empfangsgebäude
aus Stahlbeton mit dunkelroten Klinkerverblendungen.
Literatur
Berlin und seine Bauten - Fernverkehr.
Teil X, Bd. B; Ernst & Sohn, Berlin 1984
Karl H. P. Bienek: Siemensstädter Lexikon -
Wohnen in Siemensstadt. ERS, Berlin 1992
© Karl H.
P. Bienek -
Berlin 2002 -
Stand: 24. November 2005 |