DIE SIEMENSSTADT - Ein Lexikon der Siemensstadt in Berlin -

S-Bahnhof Wernerwerk

Der 1928/1929 von Hans C. Hertlein (1881-1963) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Reichsbahn im Stil der so genannten Neuen Sachlichkeit am Siemensdamm errichtete Bahnhof Wernerwerk der S-Bahn ist als Vorortbahnhof und entsprechend seiner Streckenführung in Hochlage erstellt. Der Bahnhof befindet sich auf einem Stahlviadukt, der konstruktiv von den Gleisviadukten getrennt und als Mittelbahnsteig mit nach innen geneigtem Holzdach auf Stahlstützen und Stahlfachwerk ausgeführt ist. Die Zugänge befinden sich in Bahnsteigmitte und am nördlichen Ende. Die Schalterhallen sind als kleine Mauerwerkbauten, die nördliche hinter dem Brückenwiderlager, die südliche frei unter dem Viadukt, errichtet und mit dunkelrotem Klinker verblendet. Schon von weitem konnte man die Bahnhöfe in Siemensstadt an ihrer Farbgebung erkennen; beim Bahnhof Wernerwerk herrschte das so genannte Siemens-Blau (eine Erfindung von Hertlein) vor. Der Bahnhof und die angeschlossene Streckenführung sind seit September 1980 stillgelegt.

Literatur
Berlin und seine Bauten - Fernverkehr. Teil X, Bd. B; Ernst & Sohn, Berlin 1984
Karl H. P. Bienek: Siemensstädter Lexikon - Wohnen in Siemensstadt. ERS, Berlin 1992

© Karl H. P. Bienek - Berlin 2002 - Stand: 24. Oktober 2002


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