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Siemens-Bauunion
Die Siemens-Bauunion (SBU; nicht
zu verwechseln mit der Siemens-Bauabteilung)
wurde 1921 als Tochtergesellschaft der seit 1897 bei Siemens
& Halske bestehenden Elektrischen Bahnabteilung bzw. Abteilung
für Bau und Betrieb durch die Siemens & Halske AG und
die Siemens-Schuckertwerke
GmbH als Siemens-Bauunion GmbH gegründet. Aus ihr
firmierte die Siemens-Bauunion GmbH KG, die nach der
Vereinigung der beiden Stammgesellschaften Ende der 30er Jahren wieder als GmbH auftrat.
Die vormalige Abteilung für
Bau und Betrieb hatte die Trassen der Berliner Hoch- und
Untergrundbahn angelegt, und hier bedeutende Pionierleistungen
im Bahn-, Hoch- und Tiefbau vollbracht. Als die Stadt Berlin 1920 das
Eigentum an der Untergrundbahn übernahm, entschied man 1921 bei
Siemens, die hoch qualifizierte Abteilung mit allseits
anerkannten Bauingenieuren und Technikern auszugründen. Die SBU
führte danach auch weltweit unzählige bautechnische Anlagen
wie Bahnen, Kraftwerke, Sendeanlagen unter vielfach schwierigen
Bedingungen durch und war hier sehr oft innovativ tätig. 1972 ging die
SBU zu 75 % in den Besitz der ebenfalls international tätigen
Baufirma Dyckerhoff & Widmann AG über, mit der sie seit
langem zusammengearbeitet hatte.
In Siemensstadt hat die SBU (in
Zusammenarbeit mit der erwähnten Siemens-Bauabteilung) unter
anderem von
1927 bis 1929 die S-Bahn-Strecke
vom Bahnhof Jungfernheide
zum Endbahnhof Gartenfeld
projektiert und errichtet.
Literatur
Wolfgang Ribbe, Wolfgang Schäche: Die
Siemensstadt [...]. Ernst & Sohn, Berlin 1985
© Karl H.
P. Bienek -
Berlin 2001 -
Stand: 24. Juli 2003 |